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Regionale Kompetenznetzwerke

   
   
Liebe Freunde des Regionalmanagements,

auf dieser Seite können Sie meine Dissertation mit dem folgenden Titel herunterladen:

 

"Regionale Innovations- und Kooperationsförderung
mit Hilfe gesteuerter, regionaler Kompetenznetzwerke
- eine Untersuchung am Beispiel der Region Nürnberg"

(Promotion of regional innovation and cooperation
assisted by controlled regional competence networks
- an investigation carried out in the region of Nuremberg)

 

 

Bitte verwenden Sie als Quellenangabe den folgenden Link:

http://www.villars.de/diss.htm


   

   
Download I:

Regionale Kompetenznetzwerke
Autor: Thorsten Nix
Homepage-Server

   
   
Download II:

Regionale Kompetenznetzwerke
Autor: Thorsten Nix
OPUS-Server der Universität Bayreuth

   

Gedruckte Version der Untersuchung

 Für eine gedruckte Version der Doktorarbeit (Preis: 24,- Euro) wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:

Dr. Thorsten Nix
Brunostr. 5
D-50259 Pulheim
Tel.: +49-2238-3289
E-Mail:
Dr.Nix@iswb-consulting.de
 


Das wichtigste Ergebnis der Untersuchung in einem Satz

 

In der Untersuchung konnte anhand der Kompetenzinitiative Medizin-Pharma-Gesundheit aus Erlangen gezeigt werden, dass Innovationen- und Kooperationen durch gesteuerte, regionale Kompetenznetzwerke gefördert werden können.

 


Zentrale Ergebnisse im Überblick

Bei der Erhebung wurden 1339 Fragebögen an die Akteure des in der Region Erlangen ansässigen Kompetenznetzwerkes „Medizin-Pharma-Gesundheit“ verteilt. Die Ergebnisse aus dieser Befragung sind im Folgenden dargestellt.

Ein weiteres wichtiges Standbein der Untersuchung sind die insgesamt 86 persönlichen Interviews mit Vertretern aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Forschung. Durch die Vielzahl der persönlichen vertraulichen Gespräche konnte ein realistisches Bild von den Sorgen, Bedürfnissen und Erwartungen gerade der Unternehmen hinsichtlich einer modernen Wirtschaftsförderung gewonnen werden. Diese persönlichen Interviews wurden zudem durch die über dreijährige Teilnahme an allen Treffen der Kompetenzinitiative ergänzt, im Rahmen derer bei informellen persönlichen Gesprächen wichtige Kontakte besonders zu den Geschäftsführern von kleinen und mittleren Unternehmen geknüpft werden konnten.

Ergebnisse aus den Fragebögen: 

  • 31% fanden einen Kooperations- bzw. Geschäftspartner (15% „trifft voll zu“; 8% „trifft zu“; 8% „triff eher zu“). Werden diese Zahlen auf die Grundgesamtheit von 550 Akteuren umgerechnet, sind dies ca. 171 (83 „triff voll zu; 44 „triff zu“; 44 „trifft eher zu“) konkrete Kooperationen, die durch die Kompetenzinitiative Medizin-Pharma-Gesundheit (KIM) initiiert wurden.

  • Für 92% der Antwortenden ist es wichtig, dass die Kompetenzinitiative auf den Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit begrenzt ist
    (29% „sehr wichtig“; 44% „wichtig“; 19% „eher wichtig“).

  • 77% sind GEGEN eine weitere thematische Einschränkung 
    (50% „absolut Nein“, 12% „Nein“; 15% „eher Nein“).

  • Für  78% ist die KIM wichtig, um sich über regionale Neuerungen im Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit zu informieren
    (15% „sehr wichtig“; 42% „wichtig“; 21% „eher wichtig“).

  • 86% erfahren durch die KIM schneller von Neuerungen in der Region als ohne die KIM
    (35% „trifft voll zu“; 38% „trifft zu“; 13% „trifft eher zu“).

  • 83% sind während der Sitzungen der KIM offener für neue Ideen und Anregungen sind als im „normalen Tagesgeschäft“
    (23% „trifft voll zu“; 33% „trifft zu“; 27% „trifft eher zu“).

  • 73% sprechen sich dafür aus, dass Präsentationen auf fünf Minuten beschränkt sind
    (29% „sehr wichtig“; 31% „wichtig“; 13% „eher wichtig“).

  • Für 75% entsteht während der Sitzungen der KIM eine „kreative Atmosphäre“
    (6% „trifft voll zu“; 40% „trifft zu“; 29% „trifft eher zu“).

  • 66% konnten neue Ideen, wie z.B. für Produkte/ Dienstleistungen/ Management gewinnen 
    (8% „trifft voll zu“; 37% „trifft zu“; 21% „trifft eher zu“).

  • Für 96% ist es wichtig, dass sie am Ende der Sitzungen persönlich mit anderen Teilnehmern in Kontakt treten können 
    (54% „sehr wichtig“; 38% „wichtig“; 4% „eher wichtig“).

  • Zwischen 71% der Akteure hat sich im Laufe der Zeit Vertrauen entwickelt
    (13% „trifft voll zu“; 31% „trifft zu“; 27% „trifft eher zu“).

  • Für 73% ist die KIM wichtig, um neue Kontakte zu knüpfen bzw. zu pflegen
    (15% „sehr wichtig“; 35% „wichtig“; 23% „eher wichtig“).

  • 79% konnten durch die KIM neue Kontakte knüpfen
    (31% „trifft voll zu“; 33% „trifft zu“; 15% „trifft eher zu“).

  • 70% konnten ihre Ziele erreichen
    (2% „trifft voll zu“; 35% „trifft zu“; 33% „trifft eher zu“).

  • Bei der Möglichkeit der Mehrfachantworten hatten die Antwortenden folgende Ziele: 58% „Kontakte und Kooperationen“, 35% „Infos und Ideen“, 26% andere Ziele.

  • 77% finden es wichtig, dass die KIM regional orientiert ist
    (25% „sehr wichtig“; 42% „wichtig“; 10% „eher wichtig“).

  • Für 94% ist die KIM wichtig, um den Bereich  Medizin-Pharma-Gesundheit in der Region zu fördern 
    (42% „sehr wichtig“, 37% „wichtig“; 15% „eher wichtig).

  • Für 89% ist es wichtig, dass Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Herr Dr. Balleis, der Initiative vorsteht
    (35% „sehr wichtig“; 25% „wichtig“; 29% „eher wichtig“). 

  • 71% geben der KIM eine gute Note 
    (4% „sehr gut“; 67% „gut).

 
Aufgrund dieser Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass zumindest durch die KIM, als ein Beispiel eines gesteuerten regionalen Kompetenznetzwerkes, Innovationen und Kooperationen gefördert werden können.

Einen Anreiz für weitere Untersuchungen gibt darüber hinaus die Feststellung, dass für fast alle Befragten eine thematische Begrenzung der KIM auf den Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit wichtig ist, wobei sich gleichzeitig fast genauso viele gegen eine weitere thematische Einschränkung (z.B. nur auf den Sektor Medizintechnik) aussprechen. Es liegt somit der Schluss nahe, dass sehr fachspezifische Innovationen u.a. wegen der geringen Anzahl der möglichen Kooperationspartner (Wissensspezialisierung) eher national bzw. international durchgeführt werden, wobei sich interdisziplinäre Innovationen aufgrund ihres hohen Abstimmungsbedarfes eher regional vollziehen.

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 Modellkonzept für gesteuerte regionale Kompetenznetzwerke mit dem Ziel der Innovations- u. Kooperationsförderung

Quelle: Nix, Thorsten, 2005: Regionale Innovations- und Kooperationsförderung mit Hilfe gesteuerter regionaler Kompetenznetzwerke, S. 92., www.villars.de/diss.htm

Kurze Erklärung des Modellkonzeptes (Seite 91ff. in der Doktorarbeit):

Das Modellkonzept für gesteuerte regionale Kompetenznetzwerke sieht in den wichtigsten Punkten so aus, dass es ein offenes, von einem unabhängigen Koordinator geleitetes Netzwerk ist, das den freien Zugang von allen an den Kompetenzbereich Interessierten gewährleistet. Diese „weak-ties“-Netzwerkstruktur garantiert einen hohen Ideen-Input und beugt einer Verkrustung des Netzwerkes vor. Des Weiteren sollte es die Akteure persönlich zusammenbringen, um eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, in der vertrauliche und personengebundene Informationen (tacit-knowledge) ausgetauscht werden können. Die Zusammenführung der Akteure kann im Rahmen von Sitzungen oder kleinen Konferenzen organisiert werden, auf denen diejenigen, die dies wünschen, ihre Ideen und Projekte vorstellen können, um mögliche Kooperationspartner zu finden. Gleichzeitig sollte jedoch auch ein „Get-together“ ein fester Bestandteil der Sitzungen sein, in dem sich die Teilnehmer in einer lockeren Atmosphäre persönlich miteinander unterhalten können, um Informationen und Ideen auszutauschen, die dann in mögliche gemeinsame Projekte und Kooperationen münden können. Der Moderator spielt eine aktive Rolle in der Förderung von Kooperationen und der Integration von neuen Akteuren in das Netzwerk, was in der Abbildung durch den am Rande des Netzwerkes platzierten Akteur dargestellt wird.

***

Fazit und Ausblick für das Modellkonzept (Seite 247ff. in der Doktorarbeit):

Darüber hinaus zeigen die Untersuchungsergebnisse jedoch auch die Beschränkung des Modellkonzeptes auf, wobei es in der Integration der einzelnen Wissensbereiche und gesellschaftlichen Teilsysteme nicht weit genug geht. So hat sich am Beispiel der digitalen Patientenakte (siehe Fallbeispiele) klar herausgestellt, dass es nicht ausreicht, nur die Akteure von einem Kompetenzbereich wie z.B. Medizin-Pharma-Gesundheit zusammen zu führen. Zur Verwirklichung bestimmter Innovationsprojekte muss auch das Wissen von anderen Kompetenznetzwerken wie z.B. neue Materialien oder Multimedia ergänzend hinzugezogen werden.

Das Beispiel der digitalen Patientenakte zeigt zudem auf, dass selbst eine Zusammenarbeit der einzelnen Kompetenznetzwerke für die Verwirklichung dieses Projektes nicht ausreicht. Neben der Zusammenführung der Subelemente des gesellschaftlichen Systems „Forschung“ sowie „Produktion“ müssen auch die Subsysteme „Anwender/Ärzte“ sowie „Bevölkerung/Patienten“ vereint werden. Dabei kommt dem Subsystem „Politik“ eine wichtige vermittelnde Rolle zwischen den anderen Subsystemen zu, denn ohne die Unterstützung der Politik, die wiederum die Bevölkerung und damit die Patienten beeinflussen kann, ist die digitale Patientenakte nicht zu verwirklichen. Ziel sollte es sein, eine innovative Stimmung in der ganzen Region zu initiieren, auf deren Grundlage die Ideen und Visionen der engagierten Akteure verwirklicht werden können.

Vor dem Hintergrund der Untersuchungsergebnisse kann in Ergänzung zu dem beschriebenen Modellkonzept ein überarbeitetes Modell entwickelt werden, in dem sich die Akteure der einzelnen Kernkompetenzen zusätzlich in einem kontinuierlichen fachbezogenen Kompetenznetzwerk regelmäßig treffen (wie z.B. im Rahmen der KIM für den Bereich „Medizin-Pharma-Gesundheit“), um die fortlaufende Wissens-Zusammenführung für ein bestimmtes Kompetenzfeld zu gewährleisten. Sollte es für die Verwirklichung eines Projektes (z.B. digitale Patientenakte) nötig sein, weitere Kompetenzen hinzuzuziehen, könnte dies im Rahmen eines temporären Projekt-Netzwerkes realisiert werden. Dabei ist nicht nur an die entsprechenden Wissensakteure der entsprechenden Kompetenznetzwerke zu denken, sondern auch an die Akteure aus den einzelnen gesellschaftlichen Subsystemen (z.B. Ärzte, Politiker, „Kranke“), die für die Realisierung des Projektes notwendig sind. Um die temporäre Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kompetenznetzwerken und gesellschaftlichen Gruppen zu fördern, sollten durch ein übergeordnetes regionales Gremium speziell die Projekte gefördert werden, die eine Zusammenarbeit eben dieser Akteure voraussetzen.

Weil die Umsetzung dieser komplexen interdisziplinären Projekte viele Akteure und Wissensträger nur am Rande betrifft, kommt es vor, dass sich letztendlich keiner für die Realisierung zuständig fühlt und das Projekt somit nicht umgesetzt wird. Aus diesem Grund sollte über die Schaffung eines regionalen Gremiums hinaus ein zentraler Projektkoordinator für die Verwirklichung dieser Querschnittsprojekte zuständig sein. Dieser kann dem übergeordneten regionalen Gremium direkt unterstehen und durch dieses die zur Projektverwirklichung notwendigen Kontakte zu den einzelnen Kompetenznetzwerken und gesellschaftlichen Gruppen unterhalten. Die vom zentralen Projektkoordinator geleiteten Projekte könnten durch einen dem regionalen Gremium unterstellten regionalen Förderfonds zur Realisierung von interdisziplinären Projekten eine Anschub- bzw. Teilfinanzierung erhalten. Die Aufgabe des zentralen Projektkoordinators wäre es dabei, durch die Beantragung von Landes-, Bundes- und Europa-Fördermitteln die weitere Finanzierung für die Projekte zu sichern.

Werden die Untersuchungsergebnisse zusammenhängend betrachtet, lässt sich eine für die Innovation und Kooperation wichtige Kettenwirkung herauskristallisieren: Aufgrund der regionalen Ausrichtung und des damit verbundenen geringen Aufwandes für die Teilnahme kommen -theoretisch- alle Akteure zu den Sitzungen, die in der Region an dem Kompetenzfeld interessiert sind. Durch die hohe Anzahl der Akteure aus dem Kompetenzbereich lassen sich bestehende Kontakte effektiv pflegen und neue Kontakte knüpfen was wiederum die Attraktivität der Sitzungen steigert. Im Prinzip stimmen die Teilnehmer dabei einer etwas weiter gefassten Definition des Kompetenzbereiches zu, weil sie sich Innovationsimpulse von Nachbardisziplinen erhoffen und Partner für interdisziplinäre, projektbezogene Netzwerke suchen. Für die Akteure bedeutet die Sitzung dabei ein kreativer Freiraum, in dem sie losgelöst von den tagesaktuellen Problemen und -stress neuen Ideen und Kooperationen Zeit einräumen.

Aufgrund der Beschränkung der Kurzbeiträge im offiziellen Teil auf 5 Minuten können die Akteure auch Beiträge akzeptieren, bei denen sie unmittelbar keinen Berührungspunkt sehen. Es bildet sich eine gewisse Toleranzhaltung und Offenheit heraus. Diese wird auch dadurch unterstützt, dass es des Öfteren vorkommt, dass sich auch vermeintlich „uninteressante“ Beiträge im Anschluss als sehr interessant herausstellen, da sie neue Aspekte und Dimensionen aufweisen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich waren. Im Rahmen des im Anschluss an die Kurzvorträge folgenden inoffiziellen Teils, dem Stehimbiss, können die interessierten Teilnehmer dann bei den Referenten zeitnah und vor allem persönlich nachfragen und sofort abklären, inwieweit sich Kooperationsmöglichkeiten ergeben oder diese verworfen werden müssen. Der Stehimbiss dient den meisten Akteuren zudem als Gelegenheit, viele Kontakte in relativ kurzer Zeit aufzufrischen. Durch die geschickte Kombination von Kurzvorträgen und Freiraum für persönliche Gespräche ist es somit möglich, die im Rahmen der Wissens-Teilung wichtige Wissens-Zusammenführung der einzelnen Wissensgebiete zu erreichen.

Die Ergebnisse lassen ferner den Schluss zu, dass sich ein räumliches Innovationsmuster herauskristallisiert, bei dem interdisziplinäre Innovationen wegen des hohen Abstimmungsbedarfs eher auf lokaler Ebene stattfinden. Dagegen werden sehr fachspezifische Innovationen national oder sogar international durchgeführt, da es bei einem weiteren Fortschreiten der Konzentration und Spezialisierung auf die jeweilige Kernkompetenz letztendlich weltweit nur wenige Unternehmen geben wird, die eine bestimmte Kompetenz beherrschen und somit als Kooperationspartner in Frage kommen. Dieses Schema hat auch für die Region als Ganzes einen Vorteil, denn aufgrund ihrer Diversität innerhalb eines Sektors kann sie somit auf Veränderungen flexibel reagieren und ist resistenter gegenüber möglichen Absatzschwächen eines bestimmten Produktes oder einer hoch spezialisierten Dienstleistung.

Abschließend kann festgehalten werden, dass die wesentlichen Aspekte des erarbeiteten integrativen Modellkonzeptes eines gesteuerten regionalen Kompetenznetzwerkes im Rahmen des untersuchten Fallbeispiels als zutreffend gelten können, und dass durch das Kompetenznetzwerk KIM Kooperationen und Innovationen und somit die regionale Entwicklung forciert werden konnten. Das Modellkonzept muss jedoch dahingehend ergänzt werden, dass ein zusätzlicher Fokus auf die temporäre Zusammenarbeit mit anderen Netzwerken zu legen ist, die das betreffende Kompetenznetzwerk thematisch ergänzen können. Dadurch soll dem Faktum Rechnung getragen werden, dass interdisziplinäre Innovationen besonders auf regionalem Niveau durchgeführt werden können, wobei technisch spezifische Innovationen auf nationalem und internationalem Niveau realisiert werden. Es wird ein Qualitätsmerkmal und immer wichtigerer Standortfaktor einer Region sein, wie gut es die in ihr ansässigen Akteure schaffen, GEMEINSAM eine übergreifende Kooperations-Plattform aufzubauen, die mehrere Kompetenzbereiche und Kompetenznetzwerke umfasst und sich flexibel den Anforderungen von verschiedenen innovativen Projekten anpassen kann.

An dieser Stelle sei jedoch nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Arbeit um die Entwicklung eines Modellkonzeptes für gesteuerte regionale Kompetenznetzwerke handelt, welches anhand eines konkreten, in einem spezifischen Raum-Zeit-Fenster betrachteten Fallbeispieles überprüft wurde. Aus dem Fallbeispielcharakter folgt, dass keine allgemeingültigen Schlussfolgerungen abgeleitet werden können. Von dem aufgestellten Modellkonzept sollen vielmehr die Anregungen übernommen werden, die für andere regionale Kompetenznetzwerke in ihrer konkreten Situation vorteilhaft erscheinen. Das aufgestellte integrierte Modellkonzept soll darüber hinaus als Basis für weitere Untersuchungen dienen, auf deren Grundlage neue Erkenntnisse über den Aufbau, die Struktur und die Funktionsweise von gesteuerten regionalen Kompetenznetzwerken gewonnen werden können.

 

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Informationen über das Fallbeispiel "Kompetenzinitiative Medizin-Pharma-Gesundheit" (KIM)

Seite 135ff. in der Doktorarbeit:

Am 26. Mai 1997 fand die Gründungsveranstaltung der Kompetenzinitiative im Rathaus der Stadt Erlangen statt. Nach ca. drei Monaten wurde die Geschäftsführung von der IHK an Herrn Dr. Heydrich übergeben, der seitdem für die Betreuung der Kompetenzinitiative zuständig ist. Seit 1997 wurden verschiedene Workshops und vor allem Sitzungen mit dem Ziel organisiert, den Informationsaustausch zwischen den Akteuren des Netzwerkes zu verstärken und Innovationen und Kooperationen zu induzieren (vgl. Übersicht im Anhang). Von der Stadt Erlangen werden die Ziele und die Aufgaben sowie der Aufbau der Kompetenzinitiative wie folgt beschrieben (www.erlangen.de, 2002a): „Die Kompetenzinitiative Medizin-Pharma-Gesundheit ist als schnelle, flexible und kreative Wissensdrehscheibe bewusst ohne starre Struktur eingebunden in das Forum MedizinTechnik und Pharma in Bayern e.V. mit dem Ziel der Erfassung, Bündelung und Stärkung regionaler Ressourcen sowie der Bildung von Kooperationen und der Sicherung von Arbeitsplätzen“. Des Weiteren werden an gleicher Stelle für die Kompetenzinitiative folgende Ziele genannt:

·        Aktive Informationsweitergabe und Reaktion auf Anfragen,

·        Anregen und Aufgreifen neuer Produkt-Ideen,

·        Konkrete Projektarbeit in Kooperation von Partnern aus Forschung, Produktion und Anwendung,

·        Öffentlichkeitsarbeit und Imagekampagnen für die Region,

·        Förderung von Forschungsprojekten,

·        Förderung von Unternehmensgründungen.

 

Als prinzipielles Ziel der Kompetenzinitiative kann somit die Förderung von Innovationen und Kooperationen im Rahmen der Netzwerkbildung zwischen den Akteuren des Bereiches Medizin-Pharma-Gesundheit der Region Nürnberg angesehen werden.

 

Homepage der KIM:

www.erlangen.de => Medizin und Universität => Kompetenzinitiative

 

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 Handlungsempfehlungen für die "Kompetenzinitiative Medizin-Pharma-Gesundheit"

 

Die Verbesserungsvorschläge beziehen sich speziell auf das untersuchte Kompetenznetzwerk KIM und können daher nur als Anhaltspunkt für andere Kompetenznetzwerke dienen!


Seite 229ff. in der Doktorarbeit:

Auf der Grundlage der Interviews können folgende Handlungsempfehlungen gegeben werden, die entweder direkt von den Befragten geäußert wurden oder eine Synthese aus verschiedenen Äußerungen der Interviewten sowie eigenen Beobachtungen darstellen. 

 ·      Die KIM soll Projekte aufgreifen und koordinieren, die für die gesamte Region von Interesse und Nutzen sind. Nach Angaben der Befragten wurden einige für die Region interessante oder sogar wichtige Pilot- bzw. Leitprojekte nicht durchgeführt, weil sich keiner bereit erklärte, die Koordination und das Management zu übernehmen. Von verschiedenen Akteuren und Experten wurde die Meinung geäußert, dass bei einer entsprechenden Nacharbeit diese Projekte entweder privat oder im Rahmen von öffentlichen Fördermitteln hätten finanziert werden können. Hier kommt der KIM die angesprochene Aufgabe als Systemintegrator zu, indem sie spezialisierte Akteure aus verschiedenen Gebieten zusammenbringt, um ein größeres Ganzes zu schaffen. Für die KIM als Koordinator hätte dies zudem den Vorteil, dass sie mit Hilfe der Fördermittel einen Teil ihrer Unkosten decken könnte. Als konkretes Pilotprojekt kann die bei den Fallbeispielen beschriebene digitale Patientenakte genannt werden.

·      Erläuterung der Förderlandschaft der EU, Deutschlands und Bayerns in Bezug auf z.B. Forschungsprojekte oder Weiterbildung. Ziel ist es, dass sich aufgrund des vermittelten Wissens über die diversen Fördermaßnahmen in der Folge wichtige Kooperationsprojekte entwickeln (siehe erster Punkt).

·      Integration der anderen regionalen Kompetenznetzwerke der Region Nürnberg (Elektronische Kommunikation, Neue Materialien, Energie, Verkehr) in die Aktivitäten der KIM. Die stärkere Verzahnung der Kompetenznetzwerke (Wissens-Zusammenführung) könnte konkret im Rahmen von Pilotprojekten geschehen (siehe erster Punkt). Zur (Teil)Finanzierung dieser kompetenzübergreifenden Pilotprojekte könnte ein „Regionalfond zur Förderung von kreativen, interdisziplinären Projekten“ von interessierten Akteuren (z.B. Wirtschaftsförderung Nürnberg, Fürth, Erlangen; IHK, IG-Metall, LGA, Bayern Innovativ, usw.) eingerichtet werden. Es sollten Projekte gefördert werden, die international wegen ihrer interdisziplinären Ausrichtung Anerkennung gewinnen.

·      Ebenfalls eine bessere Integration der KIM in internationale, nationale und bayerische Kompetenznetzwerke sollte angestrebt werden. Der Schwerpunkt bei dieser Zusammenarbeit sollte im Gegensatz zu der interdisziplinären regionalen Zusammenarbeit in der fachspezifischen internationalen Kooperation liegen, wie z.B. der Forschungszusammenarbeit auf einem speziellen Gebiet, in dem es weltweit nur wenige potentielle Partner gibt. Hierbei sollten Projekte realisiert werden, die international wegen ihren fachspezifischen Lösungen Anerkennung finden.

·      Verstärkte Zusammenarbeit speziell zwischen der KIM und dem Forum Medizintechnik & Pharma, da beide Netzwerke den gleichen fachlichen Fokus haben. Der Grund für die derzeitig als schlecht zu bezeichnende Zusammenarbeit könnte dabei weniger an der KIM als am Forum liegen, da an den Sitzungen der KIM Vertreter des Forums nur sehr sporadisch teilnehmen, wie die Teilnehmerlisten der KIM-Sitzungen belegen.

·      Erstellung eines Kompetenz-Kataloges mit der Aufführung der verschiedenen in der Region vorhandenen Kompetenzen im Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit. Dies ist besonders für die intraregionale Verknüpfung und als Anreiz für ansiedlungswillige Unternehmen wichtig, um anschaulich zeigen zu können, dass große Kompetenzen in der Region in diesem Bereich vorhanden sind.

·      Entwicklung einer eigenen Homepage. Bis dato sind die wenigen Internet-Seiten der KIM in die Homepage der Stadt Erlangen integriert, wodurch die KIM nur schwer als eigenständige Organisation bzw. Netzwerk erkennbar ist. Zudem ist die Qualität und Aktualität der Informationen auf das Wesentlichste beschränkt und noch sehr ausbaufähig.

·      Bei den Sitzungen und/oder im Rahmen von einem „Newsletter“ sollten die wichtigsten Ereignisse der Region bekannt gegeben werden, da für die meisten Akteure die Erlangung von Informationen über die Region ein wichtiger Teilnahmegrund ist („News & Views“).

·      Einladung von externen (Spitzen-) Referenten und Politikern zu den Sitzungen der KIM, um zum einen die Wichtigkeit der Kompetenzinitiative zu unterstreichen und zum anderen zu erreichen, dass weiterhin wichtige Akteure kommen und die KIM außerhalb der Region stärker wahrgenommen wird.

·      Schnelleres Verschicken bzw. Veröffentlichen der Sitzungsprotokolle inklusive Teilnehmerliste mit Kontaktmöglichkeiten, so dass sich interessierte Akteure zeitnah nach der Sitzung miteinander in Verbindung setzen können (derzeitige Bearbeitungsdauer ca. zwei Monate).

·      Einspeisung der Tagesordnung der nächsten Sitzung sowie der Protokolle und Anhänge samt Teilnehmerlisten aller bereits veranstalteten Sitzungen in das Internet (bereits größtenteils umgesetzt).

·      Schließlich kann der von mehreren Seiten geäußerte Verbesserungsvorschlag angeführt werden, dass die Kompetenzinitiative ihre regionale wie überregionale Pressearbeit ausbauen sollte. Dies sollte mit dem Ziel verbunden sein, zum einen ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und zum anderen ihr Image aufzuwerten. Nach der Meinung von einigen Befragten vermarktet sich die KIM „unter Wert“. Zudem sollte die Kompetenzinitiative versuchen sich so zu positionieren, dass jeder, der im Medical Valley, dem Raum Erlangen, Fürth, Nürnberg, im Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit tätig ist, zu den Sitzungen kommen möchte, weil er ansonsten das Gefühl hat, ein wichtiges Ereignis zu verpassen. Es soll das Ziel vermittelt werden, dass die KIM ein Treffpunkt für diejenigen ist, die in der Region interessante Ideen im Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit haben bzw. Leute mit diesen kennen lernen möchten.

In diesem Zusammenhang bleibt abschließend zu erwähnen, dass viele der aufgeführten Anregungen nur auf einer finanziell breiteren Basis verwirklicht werden können. Bis Dato übernimmt die Stadt Erlangen die Finanzierung der KIM. Es kommen jedoch immer wieder Finanzierungskonzepte zur Sprache, bei denen, entgegen der jetzigen Praxis und den Erfahrungen von der 18. Sitzung, ein Tagungsbeitrag erhoben werden soll. Aus der Sicht des beschriebenen offenen Netzwerkkonzeptes ist dies jedoch mit Skepsis zu betrachten, da dies potentielle neue Teilnehmer abschrecken könnte. Hier ist vor allem an Unternehmen in der Gründungsphase oder an interessierte Teilnehmer aus dem universitären Bereich zu denken. Diese neuen Teilnehmer sind jedoch für das Einbringen von Ideen und für die Erneuerung des Netzwerkes und somit zur Vorbeugung einer Verkrustung von entscheidender Bedeutung. Als Lösungsskizze könnte vielmehr ein freiwilliges Förder- und Sponsorsystem aufgebaut werden, bei dem spendenbereite Unternehmen eine gewisse Gegenleistung bekommen, wie z.B. deren Nennung auf den Sitzungen, in Broschüren oder auf der Homepage.

Generell ist jedoch festzuhalten, dass es zum Leistungsspektrum einer modernen Stadt bzw. Region gehört, im Rahmen der Wirtschaftspolitik ein gesteuertes regionales Kompetenznetzwerk zu unterstützen, das die in der Region vorhandenen Potentiale eines Kompetenzfeldes aktiviert und fördert. 

 

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Zusammenfassung

Die Untersuchung hat ihren Ausgangspunkt im aktuellen Strukturwandel hin zu einer
Wissensgesellschaft, in der Innovation und Kooperation wichtige Elemente des Wachstums
sind. Vor diesem Hintergrund soll die Studie Aufschlüsse darüber liefern, inwieweit
gesteuerte regionale Kompetenznetzwerke zur Innovations- und Kooperationsförderung
eingesetzt werden können, und wie ein Modellkonzept eines solchen Netzwerkes aussehen
könnte.

Der aktuelle Strukturwandel von der Industrie zur Wissensgesellschaft wird sehr stark von der
Globalisierung geprägt. Kennzeichnend hierfür ist die stetige Zunahme weltweiter
Konkurrenz zwischen den Unternehmen. Um dieser Konkurrenz erfolgreich zu begegnen,
muss sich die Gesellschaft in den Industrieländern immer weiter zu einer Wissensgesellschaft
entwickeln. Ziel dieser Wissensgesellschaft ist es, Forschungs- und Innovationsimpulse zu
liefern, die von den Unternehmen in neue, hochwertige Produkte und Dienstleistungen
umgewandelt werden können.

Ein zentrales Merkmal der Wissensgesellschaft ist die Wissensteilung. Ähnlich wie bei der
Arbeitsteilung in der Industriegesellschaft, wird bei der Wissensgesellschaft das Wissen auf
verschiedene Akteure verteilt, von diesen separat weiter entwickelt und schließlich wieder in
einem größeren Wissenszusammenhang bzw. Projekt vereinigt. Auf der Suche nach einem
wirkungsvollen und flexiblen System der Wissenszusammenführung kristallisiert sich dabei
als Lösungskonzept immer mehr die Bildung von Netzwerken heraus.

Basierend auf theoretischen Überlegungen über Wissen, Innovation, Kooperation, Netzwerke
und Vertrauen wird ein Modellkonzept eines gesteuerten regionalen Kompetenznetzwerkes
entworfen, das in den wichtigsten Punkten wie folgt aussieht: Es ist ein auf einen bestimmten
Kompetenzbereich festgelegtes, offenes, von einem unabhängigen Koordinator gesteuertes
regionales Netzwerk, das den freien Zugang für alle Interessierten gewährleistet. Das
Netzwerk sollte ferner einen kreativen Freiraum schaffen, in dem sich die Akteure losgelöst
vom aktuellen Tagesgeschäft persönlich treffen können. Durch die persönliche
Kommunikation wird eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen, in der vertrauliche und
personengebundene Informationen (tacit-knowledge) ausgetauscht werden können.

Um das Modellkonzept an einem konkreten Netzwerk zu überprüfen, wird in der
Untersuchung die Kompetenzinitiative Medizin-Pharma-Gesundheit (KIM) in Erlangen als
Fallbeispiel herangezogen. Betreffend der Kooperationsförderung geben bei einer
durchgeführten repräsentativen Akteursbefragung 96% der Antwortenden an, dass es für sie
wichtig ist, mit anderen Akteuren persönlich in Kontakt treten zu können. Zudem ist für 73%
der Befragten die Kompetenzinitiative wichtig, um regionale Kontakte im Bereich Medizin-
Pharma-Gesundheit zu knüpfen und zu pflegen. Aufgrund dieser Angaben ist es nicht
überraschend, dass 79% neue Kontakte knüpfen konnten, die für 31% in der Findung eines
Kooperations- bzw. Geschäftspartners mündeten. Bezogen auf die der repräsentativen
Akteursbefragung zugrunde liegenden Grundgesamtheit von 550 an der KIM interessierten
Akteure bedeutet dies eine absolute Anzahl von ca. 170 neuen Kooperationen bzw.
Geschäftsbeziehungen.

Im Hinblick auf die Innovationsförderung ist die KIM für 78% ein wichtiges Instrument, um
sich über regionale Neuigkeiten im Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit zu informieren, und
86% der Befragten erfahren durch die KIM schneller etwas von Neuerungen in der Region als
ohne sie. Des Weiteren geben 83% an, während der Sitzungen der KIM offener für neue Ideen
und Anregungen zu sein, als im normalen Tagesgeschäft, und für 75% der Antwortenden
entsteht während der Sitzungen sogar eine kreative Atmosphäre, die 66% in neue Ideen für
Produkte, Dienstleistungen oder Management umsetzen konnten. Schließlich bewerten 71%
der Befragten die KIM mit den Noten „sehr gut" und „gut", und 79% vertreten die Meinung,
dass die KIM „wichtig" bis „sehr wichtig" ist, um den Bereich Medizin-Pharma-Gesundheit
in der Region zu fördern.

Aufgrund dieser Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass zumindest durch die KIM,
als ein Beispiel eines gesteuerten regionalen Kompetenznetzwerkes, Innovationen und
Kooperationen gefördert werden können.

Einen Anreiz für weitere Untersuchungen gibt darüber hinaus die Feststellung, dass für fast
alle Befragten eine thematische Begrenzung der KIM auf den Bereich Medizin-Pharma-
Gesundheit wichtig ist, wobei sich gleichzeitig fast genauso viele gegen eine weitere
thematische Einschränkung (z.B. nur auf den Sektor Medizintechnik) aussprechen. Es liegt
somit der Schluss nahe, dass sehr fachspezifische Innovationen u.a. wegen der geringen
Anzahl der möglichen Kooperationspartner (Wissensspezialisierung) eher national bzw.
international durchgeführt werden, wobei sich interdisziplinäre Innovationen aufgrund ihres
hohen Abstimmungsbedarfes eher regional vollziehen.

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Summary

The starting point of this investigation lies in the current structural change from an industrial
to a knowledge-based society in which innovation and co-operation represent important
elements of growth. Considering this background the aim of this investigation is the
clarification of the following questions: To what extent can controlled regional competence
networks be used to promote and support innovation and co-operation, and what could a
model concept of a controlled regional competence network look like?

The current structural change to a knowledge-based society is strongly shaped by
globalisation, and as a result the international competition is constantly increasing. To meet
this task, the society of industrial countries has to develop into a knowledge-based society,
which can supply sufficient research and innovation impulses that can be used for new, high
quality products and services by the companies. Central to the knowledge-based society is the
division of knowledge whereby knowledge is divided between several "knowledge
individuals". Considering the background of knowledge-division and its unification the
question arises, how it is possible to unify the separate knowledge-carriers in order to realise
an efficient knowledge exchange with the aim of supporting innovation and co-operation? In
the search for an effective system of knowledge-unification the results indicate the necessity
of forming networks.

Based on the theoretical part of the investigation about knowledge, knowledge transfer,
innovation, co-operation and networks a model concept of a controlled regional competence
network is developed. This consists of the following main points: It is an open, organised
network led by an independent moderator, thus guaranteeing the opportunity for all relevant
interested companies and people in the area of the controlled regional competence network to
fully participate. The network should also shape a "creative time out" and bring the
participants together on a personal level in order to initialize an atmosphere of trust in which
confidential information and tacit-knowledge can be exchanged.

In order to examine the way this model of a controlled regional competence network works,
the regional competence network KIM (Kompetenzinitiative Medizin-Pharma-Gesundheit;
Competence Initiative Medicine-Pharmacy-Health) in Erlangen near Nuremberg serves as a
case study to analyse this. In the framework of a representative questioning of regional actors,
96% of all those asked say that it is very important for them to talk personally to the other
regional actors. Furthermore KIM is important for 73% of all those asked to make and to
follow up on regional contacts in the field of medicine, pharmacy and health. Regarding this
information it is not surprising that 79% of all those asked were able to make new contacts
and 31% could even find a co-operation or business partner. In relation to the basis population
of 550 from the representative survey, this means an absolute number of approx. 170 new co-
operations or business relations initialised through the KIM-network.

Regarding innovation, 86% of all those asked say that they get information about new
innovations in the regions faster than they would without the existence of KIM and for 78%
KIM is a very important instrument to get information on new developments in the region in
the area of medicine, pharmacy and health. Furthermore, 83% say that they are more open to
new ideas during the KIM-meetings than during their daily work/business routine and 75%
even feel a creative atmosphere is present during the meetings, therefore enabling 66% to
develop new ideas for products, services or management structures. Finally 71% rate KIM as
"very good" and "good" and 79% believe that KIM is "important" to "very important" for
developing the field of medicine, pharmacy and health in the region.

It can be concluded that, by taking KIM as an example of a controlled regional competence
network, innovation and co-operation can be initialised and promoted by such a network.

Furthermore, it is an interesting result of the investigation that almost all of those asked say
that the specialization of KIM on the fields of medicine, pharmacy and health is very
important, whereas at the same time, a great majority say that KIM should not be more
specialised. When these results are regarded a pattern can be developed where special
technical innovations are made mainly on a national or international level, whereas
interdisciplinary innovation, requiring much interaction, is mainly made on a local level.

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